Bei Hitzewallungen werden die Betroffenen mehrmals täglich von Wärmewellen erfasst. Hitzewallungen treten meist bei Frauen in den Wechseljahren auf, können allerdings auch andere Ursachen haben und auch Männer betreffen.
Hitzewallungen werden oftmals mit Wechseljahren in Verbindung gebracht. Dies nicht zu Unrecht; tatsächlich sind die Mehrheit der Frauen in den Wechseljahren mehr oder weniger stark von Hitzewallungen betroffen. Vorab muss klargestellt werden: Hitzewallungen sind keine eigenständige Erkrankung, sondern ein Symptom.
Hitzewallungen entstehen, wenn sich die Blutgefäße plötzlich erweitern. Dadurch kann mehr Blut direkt bis unter die Hautoberfläche fließen und die gesamte Durchblutung der äußeren Körperregionen nimmt zu. Dies führt zu einer Rötung der Haut und einer Erhöhung der Hauttemperatur, weshalb die Betroffenen oftmals stark zu schwitzen beginnen. Die Wallungen treten, wie der Name bereits andeutet, wellenförmig auf und bezeichnen daher nicht einen dauerhaften Zustand. Insbesondere bei Frauen in den Wechseljahren können solche Hitzewallungen bis zu 20-mal am Tag auftreten. Meist kündigen die Wallungen sich durch ein Druckgefühl im Kopf oder allgemeines Unbehagen an. Sobald die Wallungen abklingen, fällt bei den Betroffenen auch die Körpertemperatur und sie beginnen zu frieren. Im Anschluss normalisiert sich die Temperatur wieder.
Da sich bei Hitzewallungen die Blutgefäße erweitern kann es auch zu Herzklopfen kommen. Dies kann zwar beim ersten Mal besorgniserregend sein, ist jedoch in der Regel kein Grund zur Beunruhigung, sondern eine ganz normale Begleiterscheinung. Meist beruhigt sich der Herzschlag von alleine nach einer kurzen Zeit wieder. Falls er sich allerdings nach Abklingen der Hitzewallung nicht wieder beruhigt, kontaktieren Sie zur Sicherheit lieber einen Arzt oder eine Ärztin.
Hitzewallungen treten in der Regel bei Frauen in den Wechseljahren auf, können allerdings auch andere Ursachen haben.
Für die meisten Frauen sind Hitzewallungen eine lästige Begleiterscheinung der Wechseljahre. Studien weisen darauf hin, dass bis zu 80% aller Frauen in den Wechseljahren in unterschiedlicher Ausprägung mit Hitzewallungen zu kämpfen haben. Für die Betroffenen sind die Hitzewallungen sehr belastend, da sie zu jeder Zeit auftreten können. Da sie oftmals auch mit starkem Schwitzen verbunden sind, können sie die Betroffenen als sehr peinlich empfinden.
Die genaue Ursache für Hitzewallungen in den Wechseljahren ist nicht vollständig geklärt. Allerdings gehen Experten davon aus, dass die Hormonumstellung während den Wechseljahren hierbei die zentrale Rolle spielt. Fachleute vermuten, dass der sinkende Östrogenspiegel während der Wechseljahre eine Fehlfunktion der Temperaturregulierung im Gehirn verursacht. Das Gehirn registriert fälschlicherweise eine zu niedrige Körpertemperatur und erweitert daraufhin die Blutgefäße.
Obwohl die meisten Frauen in den Wechseljahren von Hitzewallungen betroffen sind, gibt es einige Faktoren, welche die Wallungen verschlimmern können. Dazu gehören insbesondere scharfe Speisen, Alkohol, Nikotin, Übergewicht sowie Stress. Jede Frau ist dabei unterschiedlich stark betroffen und die Faktoren, welche Hitzewallungen verschlimmern können, betreffen nicht jede Frau gleich. Daher ist es besonders wichtig, dass jede Frau für sich herausfindet, was ihr guttut.
Die gute Nachricht ist: Obwohl die Hitzewallungen bei den meisten Frauen zu Beginn der Wechseljahre regelmäßig auftreten, verschwinden sie nach 1-2 Jahren von selbst wieder.
Wie bereits erwähnt werden Hitzewallungen korrekterweise zwar mit Wechseljahren in Verbindung gebracht, können allerdings auch andere Ursachen haben.
Insbesondere die oben genannten Ursachen, welche nicht mit den Wechseljahren zusammenhängen, können auch bei Männern Hitzewallungen verursachen.
Nicht nur Frauen, sondern auch Männer erfahren mit zunehmendem Alter eine hormonelle Umstellung. Bei Männern sinkt im Verlaufe der Zeit der Testosteronspiegel ab. Auch der altersbedingte Testosteronabfall kann Symptome ähnlich wie Wechseljahre mit sich bringen, unter anderem Hitzewallungen.
Hitzewallungen sind keine eigenständige Erkrankung, sondern ein Symptom eines Zustandes oder einer Krankheit. Als solches hängt die Behandlung der Hitzewallungen davon ab, wovon sie verursacht werden.
Falls die Hitzewallungen von Wechseljahren verursacht werden, gehen sie meist von alleine nach zirka einem bis zwei Jahren wieder vorbei. Allerdings sind die Hitzeschübe für die Frauen jeweils sehr belastend, weshalb sie die Symptome behandeln möchten. Dabei können die Hitzewallungen entweder medikamentös oder pflanzlich behandelt werden. Falls Frauen auf Medikamente zurückgreifen möchten, können sie eine Hormonersatztherapie beginnen. Bei einer solchen Therapie wird der Östrogenspiegel angehoben, welcher während den Wechseljahren zu sinken beginnt. Dadurch kann die körpereigene Temperatur wieder korrekt reguliert werden.
Hormonersatztherapien werden allerdings nur für Frauen empfohlen, deren Alltag stark von den Hitzewallungen beeinträchtigt ist. Diese Therapien bergen einige Risiken, weshalb bei leichteren Fällen eher eine pflanzliche Therapie empfohlen wird. Beispielsweise kann auf pflanzliche Östrogene zurückgegriffen werden, welche etwa aus Soja, Rotklee, Salbei oder Schafgarbe gewonnen werden. Daneben können auch pflanzliche Mittel wie Mönchspfeffer oder Traubensilberkerze in Tablettenform eingenommen werden.
Falls die Hitzewallungen andere Auslöser haben, wie etwa eine Schilddrüsenüberfunktion oder Allergien, ist es wichtig, die unterliegende Ursache zu behandeln. Dadurch werden die Hitzewallungen indirekt bekämpft. Sofern ein ungesunder Lebensstil für die Hitzewallungen verantwortlich ist, sollte dieser geändert werden. Was sie in der Zwischenzeit selbst tun können, um die Hitzewallungen zu lindern, erfahren Sie im folgenden Teil dieses Artikels.
Es gibt einige Dinge, die Sie selbst unternehmen können, um die Hitzewallungen zu lindern.
Primär kann es oftmals hilfreich sein, mehrere Kleiderlagen anzuziehen, damit Sie im Falle einer Hitzewallung ein Kleidungsstück ausziehen können. Allerdings gilt es auch zu beachten, dass man sich nicht zu warm anziehen sollte. Auch sollten idealerweise auf Kleidungsstücke mit Kunststoff verzichtet werden und primär Stoffe wie Baumwolle oder Leinen getragen werden. Diese Stoffe sind atmungsaktiver und lassen Sie nicht noch zusätzlich schwitzen. Auch bei der Bettwäsche sollten Betroffene auf Naturfasern wie Baumwolle vertrauen, um Nachts nicht zusätzlich zu schwitzen.
Insbesondere bei Hitzewallungen in den Wechseljahren kann sogenanntes Wechselduschen hilfreich sein. Dabei wird zunächst mit warmem Wasser begonnen und anschließend die Beine und Arme mit kaltem Wasser abgeduscht. Dieser Zyklus sollte bei jeder Dusche zwei- bis dreimal wiederholt werden. Die Dusche sollte jeweils mit einem kalten Guss beendet werden. Wechselduschen verschafft vielen Frauen Linderung und kann die Intensität der Hitzewallungen abschwächen. Auch bei Hitzewallungen, die nicht von Wechseljahren verursacht werden, kann diese Methode hilfreich sein.
Ein gesunder Lebensstil und eine ausgewogene Ernährung kann Hitzewallungen lindern. Dazu gehört insbesondere viel Obst und Gemüse, wenig rotes Fleisch, Vollkornprodukte sowie gesunde Fette. Nebst einer gesunden Ernährung kann ausreichend Bewegung dabei helfen, die Hitzewallungen zu kontrollieren. Dies gilt für sämtliche Ursachen von Hitzewallungen.
Nebst einer ausgewogenen Ernährung sollten Betroffene auch auf einige Genussmittel verzichten: Koffein und Alkohol tragen zu einer vermehrten Durchblutung bei, weshalb sie Hitzewallungen verschlimmern können. Meiden Sie daher Kaffee, Schwarztee und Alkohol. Auch scharfe Speisen können zusätzlich zu Schwitzen beitragen und sollten gemieden werden. Diese Maßnahmen sollten allen Betroffenen helfen, nicht nur Frauen in den Wechseljahren.
Falls die Hitzewallungen durch Stress verursacht werden, können Entspannungsübungen wie etwa autogenes Training oder auch Yoga angewendet werden. Diese Techniken können dabei helfen, Stress zu reduzieren und damit auch das Auftreten von Hitzewallungen im Rahmen halten.
Hormonersatztherapie (HET) Cliovelle Kliogest N Estriol Wolff Vaginalcreme Tibolon Aristo
Füllen Sie unseren kurzen medizinischen Fragenbogen aus und wählen Sie Ihr bevorzugtes Medikament – ganz einfach in wenigen Klicks.
Beantworten Sie während unserer kostenlosen
2-minütigen Beratung ein paar einfache Fragen
Wir stellen Ihnen die besten
verschreibungspflichtigen Medikamente für Sie und Ihre Erkrankung vor
Unser Arzt stellt Ihnen ein
Rezept aus und Ihr Medikament wird in diskreter Verpackung zugestellt
Wir bieten einen vollständig regulierten Online-Arzt- und Apothekenservice an