Akne ist die am häufigsten dermatologisch diagnostizierte Hauterkrankung. Auch wenn sie vor allem Jugendliche betrifft, können ihre Symptome bis ins Erwachsenenalter bestehen. Das Krankheitsbild ist komplex und individuell mit zahlreichen Untergruppierungen und Unterschieden. Nicht umsonst sind Betroffene meist überfordert - schließlich wird uns besonders in Werbeanzeigen das Gefühl vermittelt, egal welcher Art der Pickel, man müsse nur gut genug waschen, peelen und schrubben, um glatte, strahlende Haut zu bekommen. Doch gerade bei Aknehaut ist weniger oft mehr.
Bei Akne (Akne vulgaris) handelt es sich um eine weitverbreitete Hauterkrankung, die durch das Auftreten von Hautstörungen (Läsionen) meist im Gesichtsbereich charakterisiert wird. Jedoch kann sie auch an anderen Körperstellen ausbrechen, beispielsweise am Hals, auf der Brust, den Schultern, Armen oder am Rücken.
Akne tritt vorrangig im Jugendalter auf und betrifft dort 70-95 % der Jugendlichen. Jungen sind meist mehr und schwerer davon betroffen als Mädchen. Bei über der Hälfte von Aknepatienten kommt es nur zu milden Verläufen und es ist keine ärztliche Behandlung erforderlich.
Doch auch Erwachsene kann es treffen. So leiden 20-40 % auch nach Vollendung des 25. Lebensjahres noch an der Hauterkrankung.
Akne kann akut oder chronisch auftreten und in besonders schweren Fällen zu Narben führen.
Unsere Haut besteht aus drei Hautschichten; der Unterhaut (Subkutis), Lederhaut (Dermis) und Oberhaut (Epidermis).
In der mittleren Hautschicht, der Dermis, liegen Drüsen, die Hauttalg (Sebum) produzieren. Diese Talgdrüsen sind mit den Haarfollikeln verbunden. Von dort gelangt der Talg gemeinsam mit toten Hautzellen durch die Poren an die Oberfläche.
Akne entsteht, wenn sich Hautschuppen, Bakterien und Talg in den Poren ansammeln, sodass kein Talg mehr abfließen kann.
Wenn die Pore nicht ganz verstopft wird, entsteht ein Mitesser (offener Komedo). Verstopft die Pore vollständig, entsteht sogenannter Hautgrieß (geschlossener Komedo).
In verstopften Poren kann sich das Bakterium Cutibacterium acnes (auch Propionibacterium acnes genannt) übermäßig vermehren, welches natürlich in den Haarfollikeln vorkommt. Die Bakterien spalten den Talg auf und die daraus entstehenden Substanzen führen zu Hautirritationen. Entsteht daraus eine Entzündung folgen Hautknoten (Aknepickel). Bei tiefer reichenden Entzündungen können darüber hinaus Zysten oder Abszesse entstehen.
Vorwiegend beruht Akne auf einer Verbindung zwischen Hautfetten, Bakterien und Hormonen, die zur Entzündung der Poren führen, aus denen Haare wachsen (Haarfollikel). Es können sowohl eine Überproduktion von Talg (Seborrhö) als auch eine Verhornung der Haut (Hyperkeratose) zur Akne beitragen.
Besonders bei schweren Krankheitsverläufen ist häufig eine genetische Veranlagung von der mütterlichen Seite zu beobachten. Wie stark die Akne ausgeprägt ist, kann vor allem von den Hormonen beeinflusst werden. Doch auch bestimmte Lebensmittel, besonders diejenigen, die den Blutzuckerspiegel rasch ansteigen lassen (z. B. Weißmehl, Softdrinks, Süßigkeiten) und Nikotin sollen Auswirkungen haben, jedoch ist dieser Zusammenhang bei der Entstehung von Akne nicht restlos geklärt.
Am häufigsten tritt Akne in der Pubertät auf. Dies liegt vor allem an dem erhöhten Hormonspiegel (vor allem bei Androgenen wie Testosteron), die die Talgdrüsen zu einer übermäßigen Produktion anregen. Normalerweise gleichen sich die Hormonspiegel bis Mitte 20 genug aus, um dies zu unterbinden. Dennoch kann es bei einigen Frauen auch noch bis in die Vierziger zu hormoneller Akne kommen.
Andere, teils hormonelle Ursachen für Akne können außerdem sein:
Ein offener Mitesser ist eine nicht-entzündliche Verstopfung bei der der Porenausgang offen ist. Die schwarze Verfärbung entsteht aufgrund einer Reaktion mit Sauerstoff (Oxidation) an der Hautoberfläche.
Der geschlossene Mitesser ist eine nicht-entzündliche Verstopfung bei der der Porenausgang verschlossen ist, was ihnen eine gelblich-weiße Farbe gibt. Hier besteht allerdings die Gefahr einer Entzündung, da der Talg nicht ablaufen kann.
Wie bei den Whiteheads ist der Ausgang der Pore verschlossen. Hier hat sich die Verstopfung bereits entzündet.
Papeln sind entzündliche hervortretende Knoten. Hier ist die Entzündung weiter fortgeschritten und kann sich durch Ausdrücken oder Kratzen weiter ausbreiten.
Hierbei handelt es sich um mit Eiter gefüllte Knoten. Auch an diesen sollte, egal wie verlockend es sein mag, auf keinen Fall herumgedrückt werden, um weitere Entzündungen zu vermeiden.
Knötchen sind feste, tief liegende und mit Eiter gefüllte Knoten. Sie sind schmerzhaft und können benachbarte Follikel betreffen.
Hierbei handelt es sich um große, mit Eiter gefüllte Beulen unter der Haut, die schmerzhaft pulsieren können.
Mit Eiter gefüllte Hauttaschen, die noch tiefer liegen und größer sind als Zysten.
Die Akne wird in drei Schweregrade eingeteilt:
Es gibt einige akneiforme Krankheitsbilder, d. h. mit Hautveränderungen, die wie echte Akne aussehen, aber keine sind. Diese müssen bei der Diagnose von der tatsächlichen Akne vulgaris abgegrenzt werden und erfordern meist andere Behandlungen, darunter:
Akne kann sehr komplexe Auslöser haben und das spiegelt sich auch in der Therapie wider. Ziel ist es, die Entzündungen so schnell wie möglich zu heilen und Aknenarben vorzubeugen. Die Behandlung sollte sowohl wirkungsvoll als auch verträglich sein, um weiterer Irritation vorzubeugen.
Medikamente gegen Akne können sowohl topisch (auf die Haut aufgetragen) als auch oral verabreicht werden und werden oft mit professioneller Entfernung der Komedonen (Extraction) verknüpft. Zu den gängigen topischen Mitteln gehören Retinoide wie beispielsweise Differin und antibiotische Cremes oder Gele wie Duac Akne Gel.
Differin ist als Creme oder Gel und nur mit Rezept erhältlich. Es enthält den aktiven Wirkstoff Adapalen, eine Form von Vitamin A und wirkt gegen Akne, indem es Entzündungen reduziert und dabei hilft, tote Hautzellen zu entfernen, um verstopften Poren vorzubeugen.
Duac Gel ist ebenfalls verschreibungspflichtig und für leichte bis mittelschwere Akne geeignet. Es enthält zwei aktive Wirkstoffe, die sich auf verschiedene Aspekte der Akne auswirken und wird jeweils bis zu 12 Wochen lang verwendet. Der erste Wirkstoff, Clindamycin, ist ein Antibiotikum, das gegen die Bakterien in der Haut vorgeht, die zur Bildung von Pickeln beitragen. Der zweite Wirkstoff ist Benzoylperoxid, der dabei hilft, tote Hautzellen von der Hautoberfläche zu entfernen und damit die Verstopfungen der Poren löst.
Bei schwereren Formen der Akne kommt auch Azelainsäure zum Einsatz. Sie wirkt antibakteriell, fördert die Hauterneuerung und hilft, Entzündungen zu reduzieren und verstopfte Poren zu öffnen.
Folgen Sie dabei immer der Empfehlung Ihrer Ärztin oder Ihres Arztes, die/der einen Behandlungsplan mit Ihnen aufstellt.
Bei Aknehaut ist weniger oft mehr. Deswegen sollte die Pflege hier sehr einfach gehalten werden.
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